Hallo. Oder hi. Oder hey. Oder wie man sich auch immer in
der großen weiten Welt, von der ich aufgrund meiner eigenen kleinen Welt
isoliert bin, so begrüßt. Mein Name ist Emily. Für die meisten bin ich einfach
nur Em, abgesehen von meinem leiblichen Vater. Ein Spezialfall, zu dem wahrscheinlich ein Post folgt, bei dem ich euch sein Wesen näher
erläutere. Sogar meine Mutter und #4 (mein 4. Stiefvater) nennen mich Em. Aber
auch nur deswegen, weil sie denken, wenn sie mich mit meinem coolen
Spitznamen ansprechen, würden sie zu mir hindurch dringen. Oder so. Ich habe
euch schon einmal einen kleinen Einblick in eines meiner charakteristischen
Merkmale gewährt: Sarkasmus. Ich liebe ihn. Ich würde ihn heiraten, wäre es
gesetzlich erlaubt, sich mit einem rhetorischen Stilmittel zu liieren. Oder
besser gesagt; Ich würde ihn heiraten, hätte er einen Schwanz. Denn Gesetze und
Regeln sind mir scheißegal. Ich scheiß auf sie. Ich würde sogar wortwörtlich
auf sie scheißen, wenn sie sich personifizieren würden bzw. könnten.
Und nun
zurück zu meiner Wenigkeit. Ich bin ein 16-jähriges, pubertierendes Mädchen,
das die Welt mit individuellen Ansichten betrachtet. Aber das werdet ihr
vermutlich selbst merken. Dass meine Meinung oft sehr eigensinnig und komisch
ist und ihr sie daher nicht richtig nachvollziehen könnt. Außer ihr tickt so
wie ich - wovon ich nicht ausgehe, aber man darf doch hoffen. Ok, weiter im
Programm; Da ich 1.72m groß bin und nur 54kg wiege, schaue ich relativ
dürr aus. Nach Aussagen meiner Mutter leide ich an Anorexie. Ok. Lassen wir sie
mal in dem Glauben. Ich empfinde aber nicht so. Daran ist allein mein
überfleißiger Stoffwechsel schuld. Mein Gesicht schaut dementsprechend auch
etwas knochig aus, vor allem meine Wangenknochen – und teils auch meine
Tränensäcke – stechen einem direkt ins Auge. Apropos Auge, ich habe die langweiligsten blauen
Augen auf diesem Planeten, in der überdimensional großen Milchstraße, im ewigen
Universum. Normalerweise stellt man sich unter blauen Augen strahlend blaue
Barbieaugen, wie die von Alena Shishkova, vor. Tja, ich bin eben der
Widerspruch dieser Vorstellung in Fleisch und Blut. Das einzig normale an
meiner Person ist mein Mund, bestehend aus einer dünnen Oberlippe, deren Form
ein gestrecktes M annimmt, und einer
dickeren – aber nicht zu dicken - Unterlippe. Und dafür bin ich meiner Mutter
endlos dankbar. Dafür, dass sie mir wenigstens die stinknormalsten Lippen
vererbt hat. Wofür ich nicht so dankbar bin, ist meine Nase, die ich
anscheinend von meinem russischen Vater
habe. Ist das nur in meinen Augen der Fall, oder haben tatsächlich alle
russischen Männer die eine und selbe lange, spitze Nase? Und genau über diese
lange, spitze Nase verfüge ich. Allerdings schaut sie weiblich(er) aus und
schon beinahe akzeptabel. Aber ich werde mich trotzdem nie mit ihr zufrieden
geben. Ich denke, keiner ist wirklich zufrieden mit seiner Nase. Mit Ausnahme
von Megan Fox und anderen Stars, die sich ihre Nasen gemäß ihren Wünschen
haben chirurgisch optimieren lassen.
Naja, ansonsten kann ich über meine Optik
nicht viel Erwähnenswertes sagen. Vielleicht sollte ich noch ein paar Sätze zu
meinem Stil machen; Ich bin weder Mitläufer, noch Hipster. Das heißt, meine
Garderobe besteht aus ganz normalen Kleidungsstücken, vorwiegend aus eher
dunkleren Tönen. Allerdings habe ich eine besondere Vorliebe für
„Baumfällerhemden“, wovon ich hunderte in den verschiedensten Farben besitze. Und diese „emo-mäßigen“ Boots. Ach Gott, ich
liebe diese Boots. Einer von vielen Gründen, wieso ich den Sommer hasse. Weil
man sich den gesamten Wasseranteil des Körpers wegschwitzt, wenn man diese
Schuhe in dieser berüchtigten Jahreszeit trägt. Da kann man sich außerdem noch
an super Käsefüßen-Gestank erfreuen. Meine schulterlangen, blonden Haare trage ich
meistens offen. Und wenn sie anfangen,
mir auf die Nerven zu gehen, binde ich sie mit einem schwarzen Haargummi, das
ich stets bei mir trage, zu einem Pferdeschwanz zusammen. Meistens schminke ich
mich – um genauer zu sein, meine Augen – mit Mascara und einem schwarzen
Lidstrich, um meinem Umkreis einen Gefallen zu tun *self-diss*. Von meiner
Persönlichkeit will ich nicht allzu viel preisgeben, zum einen, da es mir
relativ schwerfällt, mich selbst einzuschätzen, und zum anderen, weil ich will,
dass ihr euch eine eigene Meinung über mich bildet. So, das war’s von mir für’s
Erste. Aja, noch die Antwort auf die Preisfrage, wieso ich online über mein abgefucktes Leben berichte: Mein Therapeut hat mir geraten, mir ein nützliches und
praktisches Hobby zu suchen. Und ta-daa. Hier bin ich nun.
-EΩ
Ich mag das
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