Samstag, 3. Mai 2014

In Therapie

Hallo. Oder hi. Oder hey. Oder wie man sich auch immer in der großen weiten Welt, von der ich aufgrund meiner eigenen kleinen Welt isoliert bin, so begrüßt. Mein Name ist Emily. Für die meisten bin ich einfach nur Em, abgesehen von meinem leiblichen Vater. Ein Spezialfall, zu dem wahrscheinlich ein Post folgt, bei dem ich euch sein Wesen näher erläutere. Sogar meine Mutter und #4 (mein 4. Stiefvater) nennen mich Em. Aber auch nur deswegen, weil sie denken, wenn sie mich mit meinem coolen Spitznamen ansprechen, würden sie zu mir hindurch dringen. Oder so. Ich habe euch schon einmal einen kleinen Einblick in eines meiner charakteristischen Merkmale gewährt: Sarkasmus. Ich liebe ihn. Ich würde ihn heiraten, wäre es gesetzlich erlaubt, sich mit einem rhetorischen Stilmittel zu liieren. Oder besser gesagt; Ich würde ihn heiraten, hätte er einen Schwanz. Denn Gesetze und Regeln sind mir scheißegal. Ich scheiß auf sie. Ich würde sogar wortwörtlich auf sie scheißen, wenn sie sich personifizieren würden bzw. könnten. 
Und nun zurück zu meiner Wenigkeit. Ich bin ein 16-jähriges, pubertierendes Mädchen, das die Welt mit individuellen Ansichten betrachtet. Aber das werdet ihr vermutlich selbst merken. Dass meine Meinung oft sehr eigensinnig und komisch ist und ihr sie daher nicht richtig nachvollziehen könnt. Außer ihr tickt so wie ich - wovon ich nicht ausgehe, aber man darf doch hoffen. Ok, weiter im Programm; Da ich 1.72m groß bin und nur 54kg wiege, schaue ich relativ dürr aus. Nach Aussagen meiner Mutter leide ich an Anorexie. Ok. Lassen wir sie mal in dem Glauben. Ich empfinde aber nicht so. Daran ist allein mein überfleißiger Stoffwechsel schuld. Mein Gesicht schaut dementsprechend auch etwas knochig aus, vor allem meine Wangenknochen – und teils auch meine Tränensäcke – stechen einem direkt ins Auge.  Apropos Auge, ich habe die langweiligsten blauen Augen auf diesem Planeten, in der überdimensional großen Milchstraße, im ewigen Universum. Normalerweise stellt man sich unter blauen Augen strahlend blaue Barbieaugen, wie die von Alena Shishkova, vor. Tja, ich bin eben der Widerspruch dieser Vorstellung in Fleisch und Blut. Das einzig normale an meiner Person ist mein Mund, bestehend aus einer dünnen Oberlippe, deren Form ein gestrecktes M annimmt,  und einer dickeren – aber nicht zu dicken - Unterlippe. Und dafür bin ich meiner Mutter endlos dankbar. Dafür, dass sie mir wenigstens die stinknormalsten Lippen vererbt hat. Wofür ich nicht so dankbar bin, ist meine Nase, die ich anscheinend  von meinem russischen Vater habe. Ist das nur in meinen Augen der Fall, oder haben tatsächlich alle russischen Männer die eine und selbe lange, spitze Nase? Und genau über diese lange, spitze Nase verfüge ich. Allerdings schaut sie weiblich(er) aus und schon beinahe akzeptabel. Aber ich werde mich trotzdem nie mit ihr zufrieden geben. Ich denke, keiner ist wirklich zufrieden mit seiner Nase. Mit Ausnahme von Megan Fox und anderen Stars, die sich ihre Nasen gemäß ihren Wünschen haben chirurgisch optimieren lassen. 
Naja, ansonsten kann ich über meine Optik nicht viel Erwähnenswertes sagen. Vielleicht sollte ich noch ein paar Sätze zu meinem Stil machen; Ich bin weder Mitläufer, noch Hipster. Das heißt, meine Garderobe besteht aus ganz normalen Kleidungsstücken, vorwiegend aus eher dunkleren Tönen. Allerdings habe ich eine besondere Vorliebe für „Baumfällerhemden“, wovon ich hunderte in den verschiedensten Farben besitze.  Und diese „emo-mäßigen“ Boots. Ach Gott, ich liebe diese Boots. Einer von vielen Gründen, wieso ich den Sommer hasse. Weil man sich den gesamten Wasseranteil des Körpers wegschwitzt, wenn man diese Schuhe in dieser berüchtigten Jahreszeit trägt. Da kann man sich außerdem noch an super Käsefüßen-Gestank erfreuen.  Meine schulterlangen, blonden Haare trage ich meistens offen.  Und wenn sie anfangen, mir auf die Nerven zu gehen, binde ich sie mit einem schwarzen Haargummi, das ich stets bei mir trage, zu einem Pferdeschwanz zusammen. Meistens schminke ich mich – um genauer zu sein, meine Augen – mit Mascara und einem schwarzen Lidstrich, um meinem Umkreis einen Gefallen zu tun *self-diss*. Von meiner Persönlichkeit will ich nicht allzu viel preisgeben, zum einen, da es mir relativ schwerfällt, mich selbst einzuschätzen, und zum anderen, weil ich will, dass ihr euch eine eigene Meinung über mich bildet. So, das war’s von mir für’s Erste. Aja, noch die Antwort auf die Preisfrage, wieso ich online über mein abgefucktes Leben berichte: Mein Therapeut hat mir geraten, mir ein nützliches und praktisches Hobby zu suchen. Und ta-daa. Hier bin ich nun.

-EΩ

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