Familiäre Probleme. Tut mir leid, habt Verständnis. Ihr hört von mir.
-EΩ
Mittwoch, 13. August 2014
Samstag, 2. August 2014
Rote Brustwarzen und rosarote Brillen
Wow, die Zeit ist zu schnell vergangen. Ich hatte sehnlichst gehofft, ich hätte noch ein paar Wochen bevor ich mit dem Schreiben anfange. Aber das habe ich anscheinend nicht, also tadaa: Hier bin ich wieder.
In diesem Post will ich einiges über meinen Lieblingsonkel loswerden. Teils eure wiederholten Fragen ein für allemal beantworten. Die Geschichte mit Tobi und Maya setzte ich auch fort. Dass ich so viel in einem Eintrag schreibe, sollte gefeiert werden. Ehrlich. Das wird nicht allzu häufig vorkommen.
Zuerst muss ich klarstellen, dass ich meinen Onkel trotz seiner "unüberdachten Taten" lieb habe. Er ist ja schließlich mein Onkel. Und auch mit ihm habe ich schöne Momente erlebt.
Ja, das war nicht in Ordnung, was er mir angetan hat. Und ja, es ist auch nicht in Ordnung, dass er ein Bild von mir in einem Ordner eingespeichert hat, in dem andere unzählige Bilder von halbnackten bis vollkommen nackten Weibern sind, was womöglich bedeuten mag, dass ich auch eine seiner Wichsvorlagen bin. (Kleine Bemerkung am Rande; ich habe nicht absichtlich in seinem PC herumgeschnüffelt, ich habe es nur ganz zufällig gefunden.)
Jedenfalls tut er all das nicht mehr - so intensiv -, was seine Pädophilie nur beweist. Ich meine, ob man homosexuell ist oder auf Sado-Maso steht, das sucht sich keiner aus. Der Gefallen daran ist einfach da. Kein Mensch kann mit so einer Vorliebe prahlen, genauso wenig mein Onkel. Das rechtfertigt zwar nicht ihre Taten, macht es aber um einiges verständlicher.
Und da das auch eine häufig gestellte Frage ist, beantworte ich sie mal in aller Offenheit:
Meine Eltern wissen nichts davon, weil es mir heute peinlich ist, dieses Thema anzusprechen. Ich habe mich einmal bei meiner Mutter beschwert, weil er meine noch unreifen Brüste andauernd und für ein 8-jähriges Mädchen richtig fest geknetet hat, sodass meine Nippel rot (bzw. noch rötlicher) anliefen. Aber offensichtlich hat sie einem erwachsenen jungen Mann mehr vertraut als ihrer gestörten, unwissenden Tochter. Dazu kommt, dass er praktisch die rechte Hand meiner Großmutter ist und dadurch einen guten Ruf bei meinem Vater hat, den ich nicht unnötig beschmutzen will. Außerdem habe ich bereits damit abgeschlossen und sehe es mittlerweile auch nicht so tragisch.
Mein Therapeut weiß auch nichts davon, weil er dann gezwungen wäre, meine Eltern zu benachrichtigen, was ich wegen meiner oben erwähnten Begründung vermeiden will.
Über seinen kurzen Aufenthalt hier ist nicht viel zu erzählen, da er bei meinem Vater in seiner Wohnung die ganze Zeit über nächtigte und sich unsere Wege leider nicht mehr als zwei flüchtige Male kreuzten.
So, das war's von meinem Onkel. Und jetzt zu Tobi.
Schon wieder hat er mich unaufgeklärt zurückgelassen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn er hatte mich eiskalt im Café sitzengelassen. Angeblich hatte er noch einen "wichtigen Termin". Mehr sagte er auch nicht. Ich hätte ja nachfragen können, stünde mein Stolz nicht so breit im Weg. Noch am selben Abend erhielt ich folgende Nachricht:
Sorry nochmal, dass ich so schnell weg musste.
War schön mit dir heute. Sollten wir unbedingt wiederholen. ;) x
Ein provokanter Zwinker und ein x. Kann sein, dass das gar nicht seine Absicht war, aber ich sehe nun mal jeden Zwinker als Provokation. Und was soll überhaupt dieses 'x'? Ich weiß, dass 'xoxo' Küsschen & Umarmungen bedeutet. Aber 'x' alleine? Waren das jetzt Küsschen oder Umarmungen? Euch mag diese Frage vielleicht unnötig und völlig überflüssig vorkommen, aber damals hätte die Antwort so einiges ausgesagt.
Diese Nachricht war bloß der Anfang einer endlosen Reihe an kitschigen Flirt-Nachrichten. Er jammerte, er sehe in dieser Beziehung mit Maya keinen Sinn und dass er sehr bald vorhat, sie zu beenden. Eben genau das, was ich hören wollte. Natürlich machte mich sein Vorhaben, kombiniert mit seinem unwiderstehlichen Charme, schwach und ließ mich Sachen sagen, die ich heute bereue. Sachen, wie "voll süß hihi" und "hihi, voll süß". Normalerweise bin ich die letzte die sowas Lächerliches sagt und ich hasse mich selbst zutiefst dafür, aber ich versichere euch... "Blind vor Liebe sein" ist nicht nur eine Redewendung, das ist die pure Wahrheit. Man trägt in dieser Phase eine rosarote Brille, deren Gläser so verdreckt sind, dass du nicht kontrollieren kannst, was und wieso du etwas machst. ODER WIESO DU SOWAS LÄCHERLICHES SCHREIBST. Tobi liest sich gerne unsere Chat-Verläufe durch und seitdem er diese Phrase entdeckt hatte, konnte er nicht aufhören, mich zu mobben. Jaja, Emily, das Mobbingopfer. Ist mir nicht ganz unbekannt, dieser Titel.
Am folgenden Freitag stand Tim's Geburtstagsparty bevor, worüber ich sehr aufgeregt - zu aufgeregt - war, weil Tobi und ich uns in dieser Zeit mehr als nur gut verstanden haben. Ich hatte endlich das Gefühl, dass wir tatsächlich zusammenkommen könnten. Und innerlich habe ich gehofft, dass es sogar schon Freitagnacht passieren würde. Deswegen brauchte ich unbedingt das supermegatollste Kleid, denn ich musste auf dieser Party das supermegaschärfste Mädchen sein. Also gingen Steffi und ich auf Shoppingtour, bei der ich letztendlich das perfekte Kleid fand. Drei Wörter: Schwarz, rückenfrei und hauteng. Den Rest überlasse ich eurer Fantasie. ;)
Es war soweit. Der Tag, auf den ich Tage gewartet habe. Der zweitbeste Tag der Woche, weil der Samstag einfach unschlagbar ist.
Steffi, seine damalige Liebhaberin und natürlich auch Freundin, und ich halfen beim Vorbereiten. Ich hatte mich nur dazu überreden lassen, in der Hoffnung, zu schwere Sachen transportieren zu müssen, damit Tobi mir zu Hilfe eilen konnte. Was aufgrund seiner Abwesenheit nicht passierte. Angeblich war er gerade dabei, sich aufzustylen. Laut seinem besten Freund, Tim. Ich war zwar über seine unangemeldete Verspätung verärgert, aber zugegeben, ich fühlte mich auch geehrt, dass er sich extra meinetwegen beim Rausputzen reichlich Zeit nahm. Eine zu schwere Kiste voller Shots musste ich trotzdem ganz alleine schleppen. Bis mir ein mir unbekanntes Gesicht unter die Arme griff und mir beim Anpacken mithalf. Sie sah aus wie eine dieser Mischlingsfrauen, die auf jeder Schönheitsseite zur Schau gestellt wird. Typische Mischlings-Haut, so ein reines goldbraun. Typische Mischlings-Mähne, wunderschöne Locken, goldblond gefärbt mit einem dunkelbraunen Ansatz, der ihre eigentliche Haarfarbe präsentierte. Typische Mischlings-Augen, helle, haselnussbraune mit einem perfekt gezogenen Eyeliner überseht. Typischer Mischlings-Mund, volle, knallrote Lippen. Eine echte Granate. In diesem Moment habe ich mir zweimal überlegt, ob ich noch hetero bleiben will. Wir haben uns nett unterhalten, sie schien mir eine humorvolle, sympathische Person zu sein - bis diese Worte aus ihrem wundervollem Mund kamen:
"Ich bin Maya. Darf ich auch deinen Namen erfahren?"
Und plötzlich waren jegliche Sympathien entschwunden. Verdammt.
-EΩ
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